Verstehen bei Karl Jaspsers

Kordić, Ivan (1998) Verstehen bei Karl Jaspsers. Studia hermeneutica, 4. pp. 57-81. ISSN 1330-4801

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Abstract

Wenn man sich die Frage nach dem Verstehen von Karl Jaspers stellt, dann kann man zunächst behaupten, daß er im Denkorizont modernen Fragnes steht, das auch seine skizzierte hermeneutische Position charakterisiert. Jaspers geht von ganz konkreten Fragen menschlichen Leidens, von dem er selbst schon im Jugendalter betroffen war, aus. Als Arzt und Psychiater fühlt er sich zur Hilfe aufgerufen. Dabei merkt er bald, wie hilflos er ist. Und gerade dies scheint ihn dazu bewegt zu haben, sich nach den Tiefen menschlicher Existenz und ihres Verstehens zu erkundigen, was ihn dann zur Philosophie führte, wobei er schnell ihre Grenzen und die Grenzen des Menschen, seines Denkens, seines Verstehens und Erkennens erfährt und spürt. So kann man sagen: Jaspers beschäftigt sich nicht direkt mit dem, was man in seiner Zeit und heutzutage als Hermeneutik bezeichnet, aber sein Denken ist ohne Zweifel durchaus hermeneutisch im modernen Sinne. Denn er will die Seele des Menschen, d.h. den Menschen verstehen, was nicht nur im Sinne Heideggers zugleich auch das Verstehen des Seins bedeutet. So hat seine verstehende Psychologie den universalen Charakter der modernen hermeneutischen Philosophie, wenn auch in einem anderen Kontekst.

Item Type: Article
Subjects: B Philosophy. Psychology. Religion > B Philosophy (General)
Depositing User: Maja Šoštarić
Date Deposited: 29 Dec 2014 14:40
Last Modified: 29 Dec 2014 14:40
URI: http://eprints.ifzg.hr/id/eprint/513

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